Bund schießt Milliarden zu – Ökostrom-Umlage sinkt nur minimal
Volksverdummung, Teil 1:
Der Bund verhindert „deutlich höhere Strompreise im nächsten Jahr“ dadurch, dass „er“ einen Deckel auf die EEG-Umlage legt, der 10,8 Milliarden schwer ist. Ist das nicht toll? Der Bund spendiert („lässt springen“) Milliarden, damit die Stromkosten für die Bürger nicht zu hoch (und damit für die Regierung gefährlich) werden! Doch woher nimmt der Bund das Geld? Von den Steuergeldern der Bürger! Das allerdings sollen sie nicht merken.
Volksverdummung, Teil 2:
Dazu sei nur Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch einmal zitiert: „Die Bundesregierung habe ihr Versprechen eingelöst und einen Paradigmenwechsel eingeleitet.“ Von wegen „Paradigmenwechsel“! Motiv ist doch wohl nur die Angst vor dem Wähler. Das EEG ist gescheitert und niemand soll es merken.
Mehr Informationen in der taz vom 15.10.20
https://taz.de/Neue-Finanzierung-fuer-EEG-Umlage/!5717764/
Dort kommentiert auch ein Leser ganz prägnant:
„Mit anderen Worten: der Steuerzahler subventioniert seinen Strom selbst, unterm Strich ist der effektive Strompreis also mal wieder gestiegen, obwohl er auf dem Papier gesunken ist. Welch ein Schildbürgerstreich, wie bei den Lebensmitteln.“
Im Klartext: Volksverdummung! Ein Durchschnittshaushalt kann vielleicht zwölf (!!!) Euro im Jahr (!!!) sparen, doch wieviel muss er an neuer CO2- Abgabe zahlen?
Volksverdummung, Teil 3:
Die Kölnische Rundschau verkündet am 16.10.20 doch tatsächlich auf Seite 7: „Ökostrom-Zuschlag sinkt ein wenig. Eigentlich war eine größere Entlastung beim Strompreis geplant – Dann kam Corona“
Da kann man als Leser ja fast Mitleid mit der armen Bundesregierung bekommen – und sie wählen? Sie wollte uns entlasten und kann es wegen Corona nicht! (Ironie aus)
Volksverdummung, Teil 4:
Noch „irreführender“ ist die Schlagzeile bei t-online: „Bund verhindert starken Anstieg der Strompreise 2021“
https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_88748760/deutschland-bund-verhindert-starken-anstieg-der-strompreise-2021.html
Da muss man dem Bund aber wirklich dankbar sein und kann nicht „meckern“.
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