Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz kritisiert die CSU

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Kardinal Marx gegen Obergrenze für Flüchtlinge

Deutschlandfunk | 20.12.15

Im Interview der Woche des Deutschlandfunks sagte er, die Forderungen aus der CSU seien ein Scheingefecht. Niemand könne eine solche Grenze benennen oder messen. Der Erzbischof von München und Freising betonte, das Wort ‚Obergrenze‘ führe zudem in die Irre – man wolle dadurch Sicherheit vermitteln. Doch so lasse sich das Problem nicht in den Griff bekommen. Man dürfe allerdings über eine Begrenzung der großen Flüchtlingszahl nachdenken.

Kommentar:

Die Stellungnahme eines Kardinals ist kein Dogma, das man als Katholik anerkennen muss. So auch Prof. Wolfgang Ockenfels, Dominikanerpater und Ordinarius der Theologischen Fakultät Trier: „Die Bischofsweihe verleiht keine politisch-ökonomische Kompetenz. [Gesagt in Bezug auf den vorigen Vorsitzenden der Bischofskonferenz Zollitsch und seine Aussagen zur AfD im Bundestagswahlkampf 2013] Welche Partei wir wählen oder nicht wählen, lassen wir uns nicht von geistlichen Würdenträgern vorschreiben. Von ihnen erwarten sich politisch praktizierende Christen keine konkreten Lösungen, sondern gut begründete ethische Maßstäbe – zur eigenen Entscheidung. […] Eine Demokratie ohne Alternativen, ohne Korrekturmöglichkeiten, ist keine mehr. Es könnte ja sein, daß sich die angeblichen Nostalgiker als die besseren Realisten erweisen.“

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